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Mikrowellengeschirr

Eine häufig gestellte Frage in Verbindung mit Mikrowellen lautet: Warum benötigt man in der Mikrowelle spezielles Geschirr?

Dafür gibt es einige gute Gründe. Einer davon ist, dass Sie damit die Energieeffizienz Ihrer Mikrowelle optimal ausnutzen und außerdem gehen Sie mit mikrowellengeeignetem Kochgeschirr eventuellen Beschädigungen an Ihrer Mikrowelle aus dem Weg. Dieses perfekt auf die Nutzung in der Mikrowelle abgestimmtes Geschirr besitzt die besten Eigenschaften zum Zubereiten der Speisen in der Mikrowelle und es besteht kein Sicherheitsrisiko.

Ein weiterer Grund ist, dass die Mikrowellen die Gefäßwand ungehindert passieren müssen, um in die Speisen eindringen zu können. Das Geschirr erwärmt sich allenfalls durch die Wärmeleitung ein wenig – zumindest, wenn es sich um mikrowellengeeignetes Geschirr handelt. Eine Zubereitung von Speisen im einem nicht mikrowellengeeigneten Geschirr würde den Geschwindigkeits- und Energiesparvorteil in der Mikrowelle zunichte machen, denn nicht jedes Material lässt die Mikrowellen gleich gut passieren.

Bei der herkömmlichen Zubereitung auf einem Herd (kein Induktionsherd) werden zunächst die Topf- und Pfannenböden erhitzt und dann erst überträgt sich die Wärme auf die Speisen. Hinzu kommt, dass beim Kochen auf dem Herd in der Regel weiteres Geschirr zum Servieren notwendig ist. Dagegen werden die in der Mikrowelle zubereiteten Speisen von dem verwendeten Geschirr gegessen.

Also alles nur eine Frage des Materials?

Nein, dies ist nicht nur eine Frage des Materials, sondern auch der Form und Größe. Mikrowellengeschirr ist temperaturbeständig und kann, wie bereits erwähnt, leicht von den Mikrowellen passiert werden. Im Gegensatz zu herkömmlichem Geschirr für das Kochen auf dem Herd werden Ihnen meist niedrigere und runde Gefäße begegnen. Dies liegt daran, dass ein Verkochen in runden Behältern nahezu ausgeschlossen ist, während sich die Speisen in den Ecken eckiger Behältnisse deutlich stärker erhitzen. Außerdem dringen die Mikrowellen – selbst bei hoher Leistung – nur bis zu etwa 4 cm in die Speisen ein. Aus diesem Grund sind hohe Gefäße unnötig.

Mikrowellengeeignete Materialien

Gut geeignetes Geschirr kann aus Glas, unglasiertem Porzellan, Steinzeug und verschiedenen Kunststoffen bestehen. Papier und Pappe können zwar verwendet werden, doch bei zu langer Erwärmung besteht Brandgefahr. Ungeeignet ist auch herkömmliches Einweggeschirr, wie es auf Partys gerne verwendet wird. Dieses hält den hohen Temperaturen nicht stand und schmilzt. Das Gleiche kann mit Kunststoffgeschirr passieren. Es ist zwar günstiger als Glas- oder unglasiertes Porzellangeschirr, dafür ist es weniger langlebig und kann die Lebensmittelfarbe annehmen. Nicht jeder Kunststoff hält den hohen Temperaturen stand und ist darüber hinaus noch geschmacks- und geruchsneutral. Nicht geeignete Kunststoffe können beim Schmelzen schädliche Inhaltsstoffe freisetzen. Dafür ist Kunststoffgeschirr meist auch gefriergeeignet. So entfällt ein lästiges Umfüllen von Speisen aus dem Gefrierschrank vor dem Auftauen. Achten Sie deshalb auf das Mikrowellensymbol auf der Unterseite der Gefäße.

Geschirr aus Metall erwärmt sich unterschiedlich schnell. Deshalb eignet es sich nicht zur Nutzung in einfachen und älteren Mikrowellen. Außerdem kann es schnell zu Funkenbildung kommen. Dies kann auch bei Porzellan mit Golddekor passieren. In diesen Fällen kommt es zu einer elektrischen Spannung an der Oberfläche und eventuell zu Funkenbildung. Neuere Geräte, vor allem Kombi-Mikrowellen, können zwar mit Metallgeschirr umgehen – schließlich besitzen einige von ihnen einen Metallrost, ein Backblech etc., doch generell ist aus Sicherheitsgründen eher von dem Gebrauch abzuraten. Wer möchte schon ein wertvolles Geschirrservice auf die Probe stellen und womöglich das Golddekor aufgrund der hohen Temperatur schmelzen sehen? Schlimmstenfalls kann sogar die Mikrowelle beschädigt werden. Beachten Sie in diesem Zusammenhang immer die Herstellerangaben zu Ihrer Mikrowelle.

Aluminiumverpackungen

Nun stellt sich natürlich die Frage, wie es sich mit den Verpackungen von Fertiggerichten verhält? Diese sind teilweise komplett aus einem beschichteten Aluminium oder aus Kunststoff und einer Abdeckung aus Aluminiumfolie. Bei letzterer Variante genügt das Abnehmen der Aluminiumfolie. Komplette Aluschalen sollten zu Ihrer eigenen Sicherheit nicht in der Mikrowelle verwendet werden. Spannungsüberschläge aufgrund der unterschiedlichen Ladungspotentiale sind nicht auszuschließen und nur zu leicht kann der Magnetron der Mikrowelle beschädigt werden. Wenn der Hersteller Ihrer Mikrowelle die Nutzung solcher Verpackungen zulässt und es explizit auf der Verpackung erlaubt wird, ist zumindest darauf zu achten, dass diese mittig mit einem ausreichenden Abstand zu den Innenraumwänden platziert wird.

Die optimale Ergänzung

Egal für welches Material Sie sich bei Ihrem Kochgeschirr entscheiden, ein spezieller Mikrowellendeckel schützt die Speisen beim Erwärmen nicht nur vor dem Austrocknen, sondern dient gleichzeitig als Spritzschutz. Orientieren Sie sich beim Kauf des Mikrowellendeckels am Durchmesser des Drehtellers Ihrer Mikrowelle.

Wie erkennen Sie mikrowellengeeignetes Kochgeschirr?

Mikrowellengeschirr ist mit einem speziellen Symbol an der Unterseite gekennzeichnet. Meist sind Wellen dargestellt, umrandet von einem Rechteck, das einer Mikrowelle ähnelt. In manchen Fällen wird anstelle eines Symbols der Aufdruck „mikrowellenfest“, „mikrowellengeeignet“ oder „mikrowellenbeständig“ verwendet. Apropos Verwendung, selbstverständlich lässt sich Mikrowellengeschirr auch bei der Nutzung der Grill- oder Backofenfunktion in einem Kombi-Modell verwenden.