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Mikrowelle Test 2016 - Wir Testen für Sie!

Lebensmittel die nicht in die Mikrowelle gehören

Die Mikrowelle leistet großartige Dienste in der Küche. Es gibt allerdings auch Lebensmittel, die sich weniger gut für die Zubereitung in der Mikrowelle eignen und einige, deren Verwendung sogar gefährlich werden kann.

Explosionsgefahr
Zu diesen Lebensmitteln zählt das Ei – zumindest, wenn wir dabei an das beliebte Frühstücksei denken. Es platzt bereits nach kurzer Zeit und hinterlässt einen recht unansehnlichen Innenraum, der sich nicht so leicht wieder reinigen lässt. Durch die harte Schale baut sich im Inneren ein hoher Druck auf. Dieser kann nicht entweichen. Die Folge: es explodiert nach kurzer Zeit und verteilt sich im Garraum. Das Gleiche gilt für Esskastanien, die zu lange in der Mikrowelle erhitzt werden, ebenso für Erbsen, Tomaten und Weintrauben. Die Explosionsgefahr gilt im Übrigen für alle Lebensmittel mit harter Schale und einem weichen Kern. Anders verhält es sich im Fall von gefrorenen Weintrauben. Sie können bei geringer Wärmezufuhr oder mit Hilfe der Auftaufunktion sehr gut erwärmt werden.

Auch bei Würsten besteht die Gefahr des Explodierens, zumindest aber die des Aufplatzens der Wurstpelle. Einige Stiche mit einer Gabel genügen, um auch diese Gefahr zu minimieren. Das Abdecken beim Erhitzen ist dennoch angebracht.

Austrocknen
Apropos Frühstück, das Erhitzen eines Frühstücksbrötchens führt allenfalls zu einem harten und trockenen Brötchen – zumindest außen, denn im Inneren mutiert es zu einem zähen und klebrigen Etwas. Es wird ebenso wenig knusprig, wie der Boden einer Pizza beim Aufwärmen, denn der wird lediglich weich. Aufgrund des höheren Wassergehalts erhitzt sich der Belag schneller als der Boden – es besteht die Gefahr des Austrocknens.

Brandgefahr
Während die erwärmte Pizza schlimmstenfalls fade schmeckt, ist das Erhitzen von Frittierfett oder Öl sehr gefährlich. Auch Butter und Margarine sind vorsichtig zu erwärmen. Unbedingt notwendig ist dafür eine geeignete Mikrowellenabdeckhaube, denn Fett erwärmt sich deutlich schneller als Wasser und erreicht deshalb schneller den Siedepunkt. Bei zu langer Erwärmung kann es sich entzünden und zu einem Fettbrand kommen. Auch Alkohol kann sich bei der Erwärmung in der Mikrowelle entflammen.

Lebensmittel in Papiertüten gehören ebenfalls nicht in die Mikrowelle. Theoretisch ist das Aufwärmen in einem solchen Beutel zwar möglich, doch dabei besteht ebenfalls Brandgefahr. Ganz zu schweigen von eventuell austretenden gesundheitsschädlichen Gasen bei speziellen Lunchbags.

Schadstoffe

Das schonende Garen ist gesund, jedoch in der Mikrowelle nicht für jede Gemüseart zu empfehlen, vor allem nicht für Gemüse mit einem höheren Nitratgehalt. Dann können die gesetzlich festgelegten und für Menschen gesundheitlich unbedenklichen Grenzwerte für nitrathaltige Lebensmittel schnell überschritten werden. Deshalb empfiehlt es sich, diese Gemüsearten, zu denen beispielsweise Spinat, Fenchel aber auch Sellerie gehören, zunächst abzuwaschen – denn Nitrat ist wasserlöslich – und anschließend auf dem Herd zu blanchieren. Das Wasser sollte im Anschluss nicht weiterverwendet werden.

Einige andere Lebensmittel verlieren bei der Zubereitung in der Mikrowelle wichtige Nährstoffe. Deshalb sollten Muttermilch und Babynahrung besser nicht in der Mikrowelle erhitzt werden. Damit bleiben die für das Baby wichtigen Antikörper erhalten, und für Babynahrung ist die ohnehin weitaus schonendere Erhitzung im Wasserbad vorzuziehen. Damit bleiben nicht nur alle Nährstoffe erhalten, die Nahrung wird auch gleichmäßiger als in der Mikrowelle erwärmt – ein Verbrennen an vereinzelten Hitzenestern wird dadurch ebenfalls ausgeschlossen.

Gesund kochen mit einer Mikrowelle

Geflügel lässt sich gleichmäßiger in einem Backofen oder auf dem Herd erhitzen. Damit wird die Infektionsgefahr durch Bakterien deutlich minimiert. Gleiches gilt für Hackfleisch und Fisch. Für diese Lebensmittel sind der Backofen oder eine Kombi-Mikrowelle deutlich besser geeignet.

Flüssigkeiten
Vorsicht ist generell beim Erhitzen von Flüssigkeiten geboten. Denn einige Flüssigkeiten können in der Mikrowelle kochen, ohne vorher Blasen zu bilden, Stichwort „Siedeverzug“. Dann besteht nicht nur Verbrennungsgefahr an sehr heißem Geschirr, sondern auch durch eventuelle plötzliche Blasenbildung, die sich explosionsartig freisetzt. Flüssigkeiten, die sich genauso verhalten, sind Wasser und Tomatensauce. Während beim Erwärmen des Wassers bereits ein Glas- oder Plastiklöffel Abhilfe zur Blasenbildung schaffen kann, ist die Tomatensauce in kleinen Schritten zu erwärmen und lose mit einem Deckel abzudecken. Außerdem kann ein mehrmaliges Umrühren während der Kochphase dieses Phänomen verhindern.

Kein Vorteil in der Mikrowelle

Gesundheitlich unbedenklich, aber dennoch keinen Vorteil bietet die Zubereitung von Nudeln in der Mikrowelle. Sie benötigt auf diese Art und Weise ebenso viel Zeit wie beim herkömmlichen Kochen auf dem Herd.